Pickel unter der Haut Pickel weit unter der Hautoberfläche

Pickel unter der Haut

Pickel unter der Haut


Aus der Pubertät kennt man Akne. Das bekannte Pickelproblem wird von Jugendlichen, in der Regel, mit ausdrücken und desinfizieren behandelt. Akne zeigt sich zumeist durch Pickel auf der Haut und Rötungen. Was aber, wenn die Pubertät lange vorbei ist? Normale Akne haben Sie lange nicht gesehen aber plötzlich bekommen Sie Pickel unter der Haut.
Männer und Frauen sind hier gleichermaßen betroffen. Oft tritt das Problem mit den sogenannten „unterirdischen Pickeln“ Jahre nach der Pubertät auf.
25-jährige Männer klagen vom einen auf den anderen Tag über Pickel unter der Haut und wissen weder woher sie kamen noch wie sie behandelt werden sollen.
Normalerweise treten sie im Gesicht, am Hals oder auf den Schultern auf, andere Stellen (zum Beispiel: Pickel am Rücken, Beine oder auch am Po) können aber durchaus auch sein. Im Folgenden erfahren Sie, was Sie gegen diese Art von Pickel tun können.

Was ist ein Pickel unter der Haut?

Ein Pickel unter der Haut ist im Grunde so etwas wie ein kleines Abszess. Gefüllt sind diese mit Talg, Schweiß und Hautzellen. Wenn sich ein Pickel unter der Haut entzündet, kommt zu dieser Mischung noch Eiter hinzu.
Man kann sie mit den Fingern ertasten und sie fühlen sich an, als wäre ein Fremdkörper unter der Haut. Manche Betroffene berichten, dass es aussieht wie ein Mückenstich, jedoch nicht juckt. Auch sind diese erst einmal nicht wirklich schmerzhaft.
Zwar sind Pickel unter der Haut generell nicht gesundheitsschädlich oder gefährlich, sie können aber sehr unangenehm werden. Vor allem, wenn man sie viel anfasst oder versucht sie auszudrücken, treten Schmerzen und Rötungen auf.

Ursachen für diese Art der Pickel

Die Ärzte sind sich nicht einig, wodurch Pickel unter der Haut entstehen. Oft wird erklärt, es könne an den Hormonen liegen. Jedoch ist das leider eine Art “Standardantwort” von Hautärzten, wenn alle anderen, bekannten Ursachen ausgeschlossen werden konnten. Inwieweit es tatsächlich an den Hormonen liegt, weiß keiner genau.
Betroffene, vor allem Frauen, schildern oft, dass sie kurz vor dem Erscheinen dieser unterirdischen Pickel, die Pille abgesetzt, beziehungsweise eine neue Verhütungsform begonnen haben. Da dies so gehäuft der Fall ist, können Hormone also durchaus eine Rolle spielen.
Andere Gründe für die Entstehung solcher Pickel: Entzündungen, ungesunde Ernährung, Fremdkörper unter der Haut, zu hohe Talgproduktion, verstopfte Poren.

Was hilft gegen Pickel unter der Haut?

Oft wird dazu geraten, die Pickel unter der Haut mit einer Nadel oder einem Skalpell zu öffnen, sodass die Flüssigkeit austreten kann.
Generell ist davon jedoch eher abzuraten. Vor allem bei Pickeln, die sehr tief sitzen, sollte man die Finger lassen. Versuchen Sie weder diese aufzuschneiden, noch sie auszudrücken. Dies kann zu schlimmen Entzündungen führen und damit das Problem nur schlimmer machen. Sollte sich ein Pickel unter der Haut entzünden oder nicht verschwinden, so sollte der Hautarzt aufgesucht werden. Dieser kann die beste Behandlungsform wählen. In manchen Fällen, wenn der Pickel unter der Haut zu einem richtigen Abszess wurde, wird unter örtlicher Betäubung operiert.
Wenn eine Operation unnötig ist, verschreibt der Hautarzt gerne Zugsalben. Eine Zugsalbe verrät Ihre Wirkung bereits im Namen, es zieht den Eiter aus der betroffenen Stelle ohne die Haut zu verletzen.

In der Apotheke gibt es außerdem sehr wirksame Salben mit entzündunghemmenden oder austrockenden Inhaltstoffen.
Wichtig: Sobald der Pickel unter der Haut sehr schmerzhaft und stark gerötet ist, gehen Sie sofort zum Hautarzt, denn es liegt eine Entzündung vor. Sollte das kleine Abszess verletzt werden, können Sie eine Blutvergiftung bekommen. In diesem Fall muss dringend eine ärztliche Behandlung begonnen werden.
Wenn der Pickel unter der Haut sehr tief sitzt, ist abwarten meistens das Beste, was Sie tun können. In der Regel verschwinden diese innerhalb weniger Tage, ohne Rötung und ohne Entzündung. Wenn der Pickel nah an der Oberfläche sitzt, können Sie ihn vorsichtig öffnen und leeren. Danach jedoch auf keinen Fall vergessen, zu desinfizieren.

Auch Aknegels und Cremes, mit dem Wirkstoff Benzoylperoxid (BPO) ist empfehlenswert. Diese sind sehr oft rezeptfrei erhältlich und sehr wirksam. Achten Sie beim Kauf auf die Konzentration des Wirkstoffes. Beginnen Sie mit einer niedrigen Konzentration (zum Beispiel 3%) um zu sehen, wie gut Sie das Produkt vertragen. Zu Beginn kann ein leichter Juckreiz oder Brennen auftreten. Dies sollte sich jedoch innerhalb kurzer Zeit legen. Sollten starke Schmerzen oder Rötungen auftreten, waschen Sie das Produkt sofort gründlich ab und verwenden es nicht wieder. Es könnte eine Allergie vorliegen.

Vorbeugen schütz langfristig vor Pickeln

Die beste Methode zum Vorbeugen ist auch gleichzeitig die einfachste und billigste Methode. Regelmäßig die gefährdeten Stellen waschen. Lauwarmes Wasser sollte ausreichen. Wenn Ihr Problem schlimmer ist, und normales Wasser nicht reicht, benutzen sie zwei Mal pro Woche ein Gesichtspeeling. Damit können überschüssiger Talg und Hautschüppchen abgetragen werden.
Bei trockener Haut verwenden Sie etwas Feuchtigkeitscreme, damit sich die Haut nicht unnötig schuppt.
Sollten Sie eine kleine Verletzung der Haut haben, zum Beispiel für Männer nach dem Rasieren, so desinfizieren Sie sofort, damit keine Entzündung entsteht und keine Bakterien unter die Haut gelangen.

Vielleicht hat Ihnen dieser kleine Artikel ja bereits weitergeholfen, falls Sie noch mehr oder weitere Methoden gegen Pickel erfahren wollen finden Sie im Menü weitere Themen auf dieser Seite.



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